Der Tappeinerweg ist als Krönung aller Promenadenanlagen der Kurstadt Meran berühmt. Benannt wurde er nach Dr. Franz Tappeiner, einem 1816 in Laas geborenen Vinschgauer, der sich in der Passerstadt als Arzt niedergelassen hatte. Dr. Tappeiner war auch ein begeisterter Anthropologe und vor allem ein leidenschaftlicher Botaniker: als er 1902 in Meran starb, hinterließ er ein Herbarium mit über 6000 Pflanzen. Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts ließ Dr. Franz Tappeiner den wunderschönen Spazierweg am Küchelberg anlegen und schenkte ihn der Stadt Meran, welche zu dieser Zeit bereits ein renommierter Kurort war. Der Tappeinerweg beginnt also in der Laurinstraße, wo er sich an die Gilfpromenade anbindet; hinzu kommen noch die 1000 Meter der Serpentine, die von der Galileistraße aus ansteigt. Er zieht sich auf dem südwestlichen Hang des Küchelbergs in einer Höhe von ca. 380 m ü.d.M. hin, also rund 60 m über den Dächern der Altstadt. Am Tappeinerweg kann neben der einheimischen Flora auch die zauberhafte subtropische und mediterrane Vegetation bewundert werden, die dank der günstigen mikroklimatischen Bedingungen prächtig gedeiht. Zundem bietet der Tappeinerweg einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt, die reich an öffentlichen Grünanlagen und Privatgärten ist. Vor den Augen des Wanderers öffnet sich das Etschtal als grenzenloser geordneter Obstgarten. Eine prächtige Aussicht genießt man auch von der Terrassen beim mächtigen Pulvertum, ein Überrest der alten Stadtbefestigung, der im 18. Jahrhundert als Pulverlager benutzt wurde.
Angaben zur Wanderung:
Zeit: 1 - 2 Stunden bei gemühtlichem Tempo
Höhenunterschied: ca. 150 Höhenmeter
beste Wanderzeit: ganzjährige Wanderung
Besonderes: 20 Punkte für den Algunder Wanderpass |